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Jetzt wirds richtig scharf

Wie gestern angedroht habe ich heute morgen mein Lochkamera-Design nochmals ein wenig überarbeitet. Vor allem musste das Loch kleiner werden damit die Bilder schärfer werden, wie mir Freunde auf Google+ mitgeteilt haben. Also habe ich zum heutigen Pinhole-Day nochmals die Werkstatt besucht.

Ich habe also mein 0,8mm Loch von gestern wieder aus dem Gehäusedeckel entfernt und mir dann überlegt, wie ich ein noch kleineres Loch machen kann. Dazu habe ich dann doch die übliche Haushalts-Alufolie genommen. Die lässt sich dann auch schön jeweils diagonal falten so daß man dann den Mittelpunkt sehr schön sieht. Damit das ganze ein wenig Festigkeit bekommt und auch für meine Grobmotoriker-Finger zu montieren ist habe ich ein entsprechend großes Stück Moosgummi als Träger ausgeschnitten und in die Mitte des Moosgummi ein kleines Loch mit dem Tapeziermesser geschnitten. Den Moosgummi dann mit Kleber einstreichen und die zugeschnittene und mit Mittelpunkt versehene Alufolie draufgepappt. Das ganze dann wieder mit schwarzem Textilklebeband in den Gehäusedeckel geklebt und dann kam der große Moment, die Alufolie ganz behutsam mit der Spitze einer Stecknadel einstechen. Dabei ist es ganz wichtig, dass man wirklich nur ganz wenig einsticht, denn die Stecknadel selbst hat auch schon wieder 0,8mm Durchmesser und damit wäre dann nix gewonnen im Vergleich zum gebohrten Loch.

Nachdem diese Konstruktion geklappt hat habe ich mir dann das Stativ geschnappt und bin auf den kleinen Balkon meines Arbeitszimmers gegangen. Dann ausprobieren mit mehrsekündiger Belichtungszeit und die Fotos sehen schon mal ganz passabel aus. Da ich ja drei Zwischenringe mit 12, 20 und 36mm Länge habe kann ich mit meinem Lochdeckel also 4 verschiedene „Brennweiten“ einstellen. Damit habe ich dann auch bei unveränderter Kameraposition einige Bilder gemacht.

Mittlerweile habe ich auch das Problem mit dem Einlesen der Bilder in Darktable gelöst, damit Darktable von der Kamera liest muß man nur die Kamera im USB-Menü auf PTP statt Massenspeicher einstellen.

Ein wenig habe ich die Bilder schon noch nachbearbeiten müssen, denn mit der Belichtung waren das eher Pi-mal-Daumen Werte. Beim Bearbeiten fielen mir dann auch Staubpixel auf die ich sonst bei normalen Bildern nicht sehe, aber das liegt wahrscheinlich an der sehr geschlossenen Blende die mein Stecknadelspitzenloch darstellt.

Hier könnt ihr nun das Ergebnis des heutigen Vormittags sehen:

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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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