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Deutsches Museum – Verkehrszentrum

Heute war ich mit Stefan im Deutschen Museum an der Schwanthalerhöhe in München, dort befindet sich das Verkehrszentrum und es geht um alles, was uns mobil macht.

Hier steht Stefan vor einer Dampflok. Diese Dampflok ist ein groß, sehr groß. Stefan ist ungefähr 182 cm groß, aber die Haupträder der Lok sind so hoch wie er. Neben der alten Dampflok steht dann noch ein Triebkopf eines ICE

ICE neben der Dampflok

Im weiteren Artikel will ich mal ein paar Dinge aufzähen, die mir als Ingenieur so aufgefallen sind.

Antrieb: Holzgas

Ja, es gibt in der Ausstellung tatsächlich ein Auto das mit Holzgas fährt. Wie das funktioniert beschreibt dieser Wikipedia-Artikel.

Elektro-Antrieb: Wasserstoff (Brennstoffzelle)

Ja, da habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich ein Fahrrad mit Brenstoffzellen-Antrieb gesehen habe.

E-Bike mit Brennstoffzelle

Details zu den Fahrrädern und auch diesem E-Bike von Linde gibt es in einem Artikel des Museums und auch in der PDF über 10 sehr ausgefallene Fahrräder.

Antriebstechnik: Zahnradbahn

Wenn es steil bergauf geht kommt oft eine Zahnradbahn zum Einsatz.

Hier sieht man eine Zahnrahdbahn die ca 30° Steigung bedient.

Antrieb: Raketenantrieb

Für die jenigen die es ganz besonders eilig haben gibt es auch ein Auto mit Raketenantrieb.

Laut Wikipedia hat dieses Auto in Jahr 1928 mit 238 km/h einen Geschwindigkeitsweltrekord aufgestellt, aber das ist für heutige Verhältnisse mittlerweile nichts ungewöhnliches mehr. Aber zumindest wäre die Antriebsform geeignet um die üblichchen Drängler (heute wieder gesehen, Tempo 140 km/h und 5 m Abstand) auf Distanz zu halten.

Auch auf zugefrorenen Seen hat man wohl mit Raketenantrieben experimentiert, wie diese beiden Gefährte zeigen.

Antrieb: Elektro

Hier fallen uns erst mal ein paar elektrisch betriebene Schienenfahrzeuge ein:

Dann gibt es eine elektisch betriebenes Taxi.

Allerdings gibt es auch einen elektrischen Bus, der seine Energie nicht aus Batterien bekommt, sondern über eine Oberleitung.

Oberleitungsbus

Solche Omnibusse fuhren in meiner Kindheit herum, die Idee ein normales Fahrzeug über eine Oberleitung mit Strom zu versorgen ist also alles andere als neu, siehe Wikipedia. Straßenverkehrstechnisch gesehen ist so ein Oberleitungsbus kein Kraftfahrzeug, da es an „Schienen gebunden“ ist, in diesem Fall eben Stromschienen. Und natürlich ist die Sache nicht so einfach wie bei echten Schienenfahrzeugen, denn dort reicht ein Oberleitungsdraht zur Stromversorgung da der Strom über die Schienen abgeleitet wird. Beim Bus muss der Stromkreis aber über zwei parallele Leitungen bereitgestellt werden.

Oldtimer: Die Wirtschaftswunder-Kisten

Auch andere Gefährte die ich aus meiner Kindheit noch in Erinnerung habe kann man bestaunen, echte Kleinwagen aus der Zeit nach dem Krieg als man mit wenig Material Mobilität herstellen wollte. Man sieht viele historische Rollermobile, unter anderem einen Messerschmitt Kabinenroller und eine BMW Isetta.

Ein weiteres Fahrzeug aus dieser Zeit dürfte wohl der Setra-Bus gewesen sein, mit dem man Ausflugsfahrten unternommen hat. Dafür war dieser Bus mit Panorama-Verglasung ausgestattet.

Ich weiß noch, wie meine Tanten mit solchen Dingern mal nach Venedig gefahren sind und mit irgendwelchen Kitsch-Souvenirs zurück kamen.

Oldtimer: Die ganz alten Autos

Es gibt eine Menge ganz alter Oldtimer zu sehen, also Autos die man sonst nur in den Schwarz-Weiß-Stummfilmen aus alten Zeiten sieht.

Die Vorläufer unserer SUVs

Heute wird ja gerne über die SUVs gelästert, weil diese ja so viel Platz brauchen. Im Verkehrszentrum habe ich dann aber Oldtimer gesehen, gegen die kommt mir mein Kia Sportage ( der ja auch schon ein kleiner SUV ist) wie ein Kleinwagen vor.

Natürlich muss man fairerweise anmerken, dass zur Zeit dieser Autos ein Auto wohl eher die Ausnahme war, es daher wahrscheinlich relativ unerheblich war, wieviel Platz so eine Karosse belegt, da ja kaum Autos unterwegs waren (verglichen zu heute).

Motorsport

Auch einige Sportwagen bis hin zum Formel 1 Rennwagen sind im Museum in der Halle III ausgestellt.

Motoren

Auf einem Paternoster kann man verschiedene Motoren bewundern.

Ausstellung von Motoren auf einem Paternoster-Aufzug

Außerdem gibt es einen NSU RO 80, eines der wenigen Autos die jemals mit einem Wankelmotor gebaut wurde.

NSU RO 80 – Auto mit Wankelmotor

Schienenfahrzeuge

Auch der Freund von Schienenfahrzeugen hat einiges zu bewundern. Neben Fahrzeugen aus der U- und S-Bahn gibt es auch ein paar Lokomotiven. Und man kann in einen historischen „Postwagen“ schauen in dem währender Fahrt damals die Post händisch sortiert wurde.

Besonders imposant fand ich ja die Dampflok, das ist echt ein rieisiges Teil.

Dampflok von vorne

Und hier kann man in den (jetzt leeren) Kohle-Tender schauen und einen Blick ins 2Cockpit“ der Dampflock erhaschen.

Blick über den Kohle-Tender in den Steuerstand der Lok

Fazit

Ein Museumsbesuch der sich gelohnt hat. Es gab viel zu sehen, viele Aha-Momente und sehr viel interessante Ausstellungsstücke. Leider hatten wir relativ wenig Zeit zur Verfügung, denn Stefan wollte unbedingt auch noch die Schienenfahrzeuge des Münchner Nahverkehrs intensiv nutzen. Den Nachmittag haben wir dann also in U-, S- und Straßenbahnen verbracht.
Wer aber mal nach München kommt und sich für Verkehrstechnik interessiert sollte unbedingt mal an der Schwanthalerhöhe vorbei schauen, der Eintritt lohnt sich auf jeden Fall.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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