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Was die schwarze Null uns wirklich kostet

Unser Bundesfinanzminister will ja unbedingt als schwarze Null in die Geschichte eingehen. Was uns dieser Sparkurs tatsächlich kostet hat Heiner Flassbeck am Beispiel der von jetzt auf sofort gesperrten Autobahnbrücke im Saarland beschrieben. Und er stellt die Fragen, die eigentlich jeder stellen müsste, die man aber geflissentlich vermeidet, denn wir müssen ja sparen und darum sparen wir, koste es was es wolle. Dringende Leseempfehlung mal wieder.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

1 Kommentar

  1. Carsten Kettner

    05/04/2016 @ 07:41

    Auch ich mag Flassbecks Kommentare, wenngleich ich nicht allem uneingeschränkt zustimmen möchte. Auch ich bin der Meinung, dass man die Infrastruktur eines Landes nicht zugunsten einer schwarzen Null zusammenbrechen lassen darf. Allerdings verstehe ich nicht, wie Flassbeck es vorrechnet, wie eine aus Schulden bezahlte Brücke das Staatsvermögen wachsen lassen kann. Diese Brücke ist kein Vermögen (Haben-Seite), sondern nur die Gegenleistung für die Schulden, die ich aufgenommen habe und (eigentlich) niemals zurückzahlen möchte/werde/kann.
    Aus Sicht des Häuslebauers ist ja auch nicht der Kreditnehmer Eigentümer des Hauses, sondern derjenige, der im ersten Rang im Grundbuch verzeichnet ist, also häufig die kreditgebende Bank.
    Flassbecks Argumentation profitiert auch von einer Nullzins-Politik der EZB. Was aber, wenn die Zinsen wieder steigen?
    Was dem Finanzminister anzukreiden ist, ist, dass er die Nullzinspolitik nicht zum effektiven Schuldenabbau nutzt.