Flashback

Der 26. April ist ein geschichtsträchtiges Datum. Ich kann mich noch sehr gut an den April 1986 erinnern, ich war gerade in der Endphase eines 20-monatigen Zivildienstes und freute mich darauf, ab Juni dann endlich in dem Beruf arbeiten zu können den ich von 1980-1984 studiert habe. Und im Studium lernten wir ja einiges, neben dem üblichen Vorlesungsplan der an sich schon sehr experimentell war – wir waren damals der erste Studiengang Informatik in Augsburg – gab es auch noch allgemeinwissenschaftliche Wahlpflichtfächer die man belegen musste um seinen Horizont zu erweitern und die Welt nicht nur aus der Nerd-Perspektive zu sehen. Neben Rechtslehre und Raumfahrt belegte ich damals auch ein Semester „Kernenergie“.

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Das Vorsorge-Paradoxon

Diese Woche hat der Bundestag eine neue Form der privaten Altersvorsorge1 beschlossen. Das ganze erinnert an die Riester-Rente mit der die Regierung Schröder die Altersvorsorge an die Finanzwirtschaft verkauft hat und diese sich eine „goldende Nase“ verdiente, zudem mit den Sicherheitsgarantien, dass der Riester-Sparer am Ende nicht draufzahlen sollte. Auch bei der neuen privaten Altersvorsorge soll es Zuschüsse vom Staat (sprich Steuerzahler) geben und das ganze soll helfen, dass Menschen im Alter ihren Status Syrien-Debatte von Merz: „Wie anmaßend ist es, Menschen als hin- und herschiebbare Masse zu betrachten?“Quo nach Möglichkeit halten können sollen. Ich will auch gar nicht dieses Vorsorgepaket in diesem Artikel behandeln, sondern die Frage stellen, wie ambivalent unsere Regierung derzeit handelt.

Mit dem gerade verabschiedeten Programm zur privaten Altersvorsorge haben wir also das Problem des individuellen Bürgers erkannt und bieten eine Lösung an, die vielleicht nicht für alle funktioniert, aber zumindest ein Angebot ist. Nun ist aber nicht nur das individuelle Halten des Status Quo ein Problem, sondern als Gesellschaft haben wir ebenfalls das Problem, dass die Baby-Boomer-Jahrgänge nun in Rente gehen und damit das Risiko verbunden ist, dass „der Laden nicht mehr am Laufen gehalten werden kann.“ Sprich wir brauchen mehr Arbeitskräfte als wir durch unseren stagnierenden Nachwuchs dem Arbeitsmarkt bieten können und so wurde schon 2024 festgestellt, dass Deutschland eine Netto-Zuwanderung von 400.000 Menschen im Jahr2 braucht um seinen gesellschaftlichen Status-Quo zu halten.

Doch was macht unsere Regierung:

  • Innenminister Dobrindt führt weiter nach EU-Recht illegale Grenzkontrollen durch und weist Menschen zurück.
  • Friedrich Merz irritiert erst mit seiner „Stadtbild“-Aussage3, versucht dann das Thema „Gewalt gegen Frauen“ zu einer Debatte über „Gewalt durch Ausländer“ umzudeuten4 und verkündet diese Woche, dass doch bitte 80% der in Deutschland lebenden Syrer nach Syrien zurückkehren sollen5.

In der Frankfurter Rundschau schreibt Katja Thorwarth dann auch sehr richtig, dass es eigentlich eine bodenlose Anmaßung von Friedrich Merz ist, hier Menschen als frei verschiebbare Masse zu behandeln6. Wir reden hier nicht von irgendwelchen Werkstücken die zwischen Standorten hin und her geschoben werden, sondern von Menschen die sich hier eine Existenz aurfgebaut haben und ohne die der Laden hier nicht laufen wird, denn viele dieser Menschen arbeiten im medizinischen Sektor.

Da hilft es auch nichts wenn unser Kanzler die Bundesbürger in Dauerschleife als „faul“ und „arbeitsscheu“ diffamiert und das Rentenalter möglichst erhöhen will, damit wir das demographische Problem einer überalternden Gesellschaft noch ein wenig in die Zukunft schieben können.

An dieser Stelle muss ich mir die Frage stellen, wie rassistisch und rechtsextrem die aktuelle Bundesregierung unterwegs ist. Abstrakt gesprochen ist das was Merz über die Syrer äußert nichts anderes als die „Remigration“ welche die Rechtsextremen bei ihrem Treffen in Potsdam im November 2023 auf dem Zettel hatten. Der Mann, der mal behauptete die AfD halbieren zu wollen setzt also nun deren Pläne um?

  1. Wie soll die neue private Altersvorsorge funktionieren? (Verbraucherzentrale) ↩︎
  2. Wie viel Zuwanderung braucht Deutschland (Bundeszentrale für politische Bildung) ↩︎
  3. Merz` Problem mit dem Stadtbild (Deutschlandfunk) ↩︎
  4. Merz irritiert mit Aussagen zur Zuwanderung (Tagesschau) ↩︎
  5. Merz überrascht mit „80 Prozent“-Aussage (ZDF heute) ↩︎
  6. Syrien-Debatte von Merz: „Wie anmaßend ist es, Menschen als hin- und herschiebbare Masse zu betrachten?“ (Frankfurter Rundschau) ↩︎

Auf dem Weg zum Mond

Ich bin ja neulich 65 Jahre alt geworden, d.h. ich kann mich noch an meine Kindheit erinnern, als das Apollo-Programm der NASA den Mond zum Ziel genommen hatte. Im Jahr 1968, also vor 58 Jahren wurde mit Apollo 8 das erste Mal der Mond von Menschen umrundet. Und am 20. Juli 1969 hieß es dann „the eagle has landed“ mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin die beiden ersten Menschen auf dem Mond während Michael Collins in der Apollo-11-Kapsel den Mond weiter umrundete. Was war das damals für eine Sensation. Die Welt war sozusagen live am Fernseher dabei als Armstrong die berühmten Worte „A small step for a man, a great leap for mankind“ sagte.

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Aus den Augen, aus dem Sinn

Nach dem völkerrechtswidrigen Angriff von Israel und der USA auf den Iran erleben wir nach Aussage der Internationalen Energieagentur die schwerste Energiekrise seit Jahrzehnten1 Die aktuelle Krise hätte das Format von zwei Ölkrisen und zum einer Gaskrise wie nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine. In der Ölkrise von 1973 gab es als Sofortmaßnahmen ein Tempolimit und Sonntagsfahrverbote. Unsere aktuelle Regierung zapft derweil die nationalen Reserven an und macht ansonsten „business as usual“. Und gerade jetzt wäre es ja vielleicht an der Zeit, dass die Politik Anreize setzt für den Umstieg auf den ÖPNV wo es möglich ist. Wir hätten dazu ja das Deutschlandticket, aber das soll wieder teurer werden.

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Fremdschämfaktor 1 Millionen

Heute ist wieder so ein Tag bei dem ich beim Lesen der politischen Nachrichten der letzten Tage aus dem Fremdschämen für die Niederträchtigkeit unserer aktuellen Regierung nicht mehr herauskomme. Ich muss daher hier mal verbalen Druck abbauen, denn was diese Volksverräter gerade tun ist dermaßen widerlich, dass man es kaum in Worte fassen kann.

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Merz muss weg!

Es ist noch nicht mal 9 Uhr morgens und mein Blutdruck schnellt schon wieder nach oben. Denn gerade durfte ich lesen, was unser aktueller Bundeskanzler zu den Protesten gegen seine Stadtbild-Äußerung zu sagen hat1. Und diese arrogante Beratungsresistenz zeigt mir leider sehr deutlich, dass dieser Mann absolut ungeeignet für das Amt des Bundeskanzlers ist.

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Neue Debatten braucht das Land

Nach dem Amtsantritt von Friedrich Merz im Bundeskanzleramt gibt es eine neue Debatte im Land. Endlich scheint man eingesehen zu haben, dass das ständige Bespielen von AfD-Positionen nur die gesichert rechtsextreme Partei stärkt, daher halten wir jetzt lieber mal den Ball flach und machen zwar weiterhin illegale Grenzkontrollen im Schengen-Raum und werden wohl auch am Mittwoch die Begrenzung des Familiennachzugs für Geflüchtete beschließen, aber das Volk braucht eine neue Debatte. Also schießt die Union aus allen Rohren auf die sogenannte Work-Life-Balance und den 8-Stunden-Tag. Sowohl Friedrich Merz als auch Generalsekretär Carsten Linnemann in die Diskussion gewagt und haben die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgefordert, mehr Einsatz zur Erhaltung des Wohlstands zu zeigen.1 Zeit, mal auf diese Shit-Debatte zu zerpflücken.

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