Buchkritik: Rich dad – poor dad

Aktuell bin ich auf den letzten Seiten des Buches „Rich dad – poor dad“ von Robert T. Kiyosaki. Ich lese das englische Orignal auf meinem E-Book-Reader. Selten war das Lesen eines Buches so schmerzhaft wie bei diesem Buch.

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Geschäftsmodell Mord

Ein Tatverdächtiger für den Anschlag auf den BVB-Bus in der letzten Woche wurde mittlerweile verhaftet. Und entgegen den ersten Vermutungen zum Anschlagshintergrund stellt sich als Tatmotiv wohl die pure Gier heraus. Der Täter hatte wohl vor dem Anschlag eine Menge an Put-Optionsscheinen für die BVB-Aktien gekauft und hoffte, beim zu erwartenden Kurssturz der Aktie nach dem Anschlag dann Millionen zu verdienen.  An dieser Stelle fange ich aber nun an, mir ernsthaft Fragen über unser System zu stellen.

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Der (Un)Sinn hat ein Ende

Das Ifo-Institut welches uns regelmäßig mit Konjunkturprognosen beglückt hat einen neuen Chef. Der frühere Chef Hans-Werner Sinn ist in den Ruhestand gegangen und der Nachfolger heißt Clemens Fuest. Heiner Flassbeck hat sich heute kritisch mit Clemens Fuest auseinandergesetzt. Besonders erschreckend ist dabei nicht einmal die Position des neuen Ifo-Chefs, hätte er eine andere wäre er nicht in diese Position befördert worden, sondern die Erkenntnis, wie es um die wissenschaftliche Karriere im Land generell steht. Heiner Flassbeck kommt dann auch zu folgendem Schluss:

Der eigentliche Skandal heißt Selbstverwaltung einer „Wissenschaft“, die sich zur Religionsgemeinschaft entwickelt hat, ohne fürchten zu müssen, dass sie irgendwann enttarnt wird, weil die Aufsichtsbehörden in der Politik (also die Bildungsministerien vor allem) das absurde Spiel niemals in Frage stellen würden.

Und ja, das ist das eigentlich erschreckende daran. Ökonomie als Religion, was nicht weiter verwundert wenn man die Finanzmarkt-Junkies um ihr jeweiliges goldenes Kalb tanzen sieht. Und leider wird auch hier gelten, dass dieser Selbstbetrug und die Ignoranz der Fakten irgendwann zu Problemen führen wird die wir nicht mehr schönreden oder unter den Teppich kehren können.

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Was die schwarze Null uns wirklich kostet

Unser Bundesfinanzminister will ja unbedingt als schwarze Null in die Geschichte eingehen. Was uns dieser Sparkurs tatsächlich kostet hat Heiner Flassbeck am Beispiel der von jetzt auf sofort gesperrten Autobahnbrücke im Saarland beschrieben. Und er stellt die Fragen, die eigentlich jeder stellen müsste, die man aber geflissentlich vermeidet, denn wir müssen ja sparen und darum sparen wir, koste es was es wolle. Dringende Leseempfehlung mal wieder.

Links für 2016-02-26

Es ist mal wieder Zeit für ein paar Links die sich in meiner Trello-Linkliste angesammelt haben. Diesmal habe ich kräftig meinen Senf zu jedem Thema dazugegeben und mehrere interesssante Links zu einem Thema da drin. Ich hoffe es gefällt Euch.

  1. Heiner Flassbeck schreibt „Europa braucht markträumende Mindestlöhne“ und zeigt hier ganz deutlich, dass mit unseren Niedriglöhnen gar keine Nachfrage entstehen kann welche die Wirtschaft beleben könnte. Derweil bejubelt sich die IG-Metall dass sie mit einer Forderung von 5% in die Tarifverhandlungen geht. Und sie nennen es „kontinuierliche Tarifpolitik“ und deutschen schon an, dass sie froh sind wenn am Ende eine 2 vor dem Komma steht.
  2. Dass der neoliberale Austeritätskurs ein Irrweg ist haben nun auch 80 Ökonomen in Frankreich ihrer Regierung beschinigt. Andreas Nölke berichtet über den Aufruf sich von diesem Irrweg abzuwenden. Und hey, wenn es die Franzosen machen, dann besteht ja tatsächlich Hoffnung, dass da was passiert, denn im umsetzten von revolutionären Ideen sind die weitaus besser als wir Deutschen. Warum das so ist erklärt der Kabarettist Alfons hier.
  3. Der Bundestag hat gestern das Asylpaket 2 verabschiedet und bedient hiermit die Forderungen des rechten Randes der Gesellschaft. Rechtsanwalt Thomas Stadler hat zusammen mit Dr. Birte Förster einen sehr lesenswerten Artikel verfasst der die versucht Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und die aktuellen Ereignisse unter einem anderen Blickwinke zu sehen. Er schlägt sozusagen den Bogen zwischen der Asylrechtsverschärfung und dem Erbe der Weißen Rose. Denn gerade in diesen Tagen jährt sich der Hinrichtungstermin der Geschwister Scholl und ihres Mitstreiters Christoph Probst. Dringende Leseempfehlung!
  4. Hin und wieder passiert es ja, dass in Lebensmitteln was ist, was da nicht reingehört. Also z.B. Plastikteile im Mars, pardon, wir sprachen ja von Lebensmitteln, also es gibt gerade Rückrufe weil in Fruchtsaft auch Hefe entdeckt wurde. Und vor ein paar Tagen fand man Spuren von Glyphosat (dem Unkrautvernichtungsmittel) in Bier (ja, Bier ist hier in Bayern ja anerkanntes Grundnahrungsmittel). Aber keine Panik, das ist ja so minimal, das verstößt nicht gegen das Reinheitsgebot. Bei Fefe gab es nun einen Leserbrief von einem Imker, der sich mit den „Grenzwerten“ beschäftigt. Sehr interessant, auch wenn man dabei dann wieder das ungute Gefühl in der Magengegend bekommt.

 

Der Finanzminister und die Glaskugel

Unser Finanzminister Wolfgang Schäuble hat unlängst ausgerechnet, dass der Schuldenstand des deutschen Staates im Jahr 2060 etwa 220 Prozent des BIP betragen wird. Das nenne ich mal „Weitblick“. Wie bescheuert das Ganze ist hat Heiner Flassbeck mal aufgeschrieben indem er laut überlegt hat, was jemand voraussehen hätte müssen, der eine ähnliche Prognose im Jahr 1972 hätte erstellen wollen. Also ein Blick über 44 Jahre in die Zukunft. Also vor der Ölkrise, dem Mauerfall, dem Zerfall der Sowjetunion, der Einführung des Euro usw. Kurzum, solche Vorhersagen sind nichts anderes als pures Glaskugellesen und entbehren jeder vernünftigen Grundlage.

Rechtsüberholer

Der Januar dieses Jahres bietet leider neue Tiefpunkte auf der politischen Bühne. Das weiterhin heftig diskutierte Thema ist das der Flüchtlinge und die AfD wühlt sich im braunen Schlamm. Ihre Vorsitzende Petry hat doch tatsächlich öffentlich gefordert, dass man die deutschen Grenzen auch mit Schußwaffen verteidigen müsse. Nein, ich verlinke das nicht, aber ihr werdet es finden wenn ihr danach sucht.

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Sehr schlechte Nachrichten

Die Nachricht schlug heute wie eine Bombe in unserer Firma ein: Fujitsu will den Standort Paderborn mit 600 Mitarbeitern bis Ende September im nächsten Jahr schließen.

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Die Links des Tages – 2015-09-11

Na ja, es sind eigentlich die gesammelten Links der ganzen Woche. Aber trotzdem hoffentlich interesssant.

  1. Jens Berger behandelt auf den NachDenkSeiten die Vorgehensweise der ungarischen Regierung in der Flüchtlingskrise und kommt zu dem Schluß, dass Orban sich durchaus an die EU-Gesetze hält. Also genau das was in Dublin vereinbart wurde, unter anderem auch auf Drängen von Deutschland das ja keine EU-Außengrenzen hat.
  2. Auch Tante Jay setzt sich mit den Flüchtlingen und dem Kampf gegen die Hasskommentare in den sozialen Netzen auseinander. Und sie hat, aus meiner Sicht vollkommen zurecht „Gemischte Gefühle„.
  3. Fefe vergleicht Syrien mit Afghanistan und berichtet über gute Gründe für das russische Engagement in Syrien.
  4. Heiner Flassbeck ist aus dem wohlverdienten Sommerurlaub zurück und rantet gleich mal gegen das G20-Finanzministertreffen in der Türkei.
  5. Die NachDenkSeiten beschäftigen sich mit der Affäre ums Bundeswehr Sturmgewehr G36 und kommen zu dem Schluß „Nichts ist so wie es scheint„. Man könnte fast zu dem Schluß kommen, dass das Verteidigungsministerium andere Interessen als nur die Landesverteidigung verfolgt.
  6. Heute erschien eine interessante Zuschrift bei den NachDenkSeiten die sich mit der neuen Euphorie zu „Refugeeswelcome“ in den Leitmedien äußert. Der Schreiber stellt fest, dass es fast so ist wie wenn ein Schalter umgelegt wurde, nach monatelanger Anti-Flüchtlings-Kampagnen in den Medien jubeln plötzlich alle wenn Flüchtlingszüge in Deutschland eintreffen. Das ist zwar schön, aber irgendwie nicht konsistent.
  7. Fefe hat heute auch ein sehr tiefschürfendes Blogposting ausgegraben das unter dem Motto steht „Data is not an asset, its a liability„. Und damit eben zur Datensparsamkeit aufruft statt jeden verwertbaren Datenfurz erst mal zu sammeln um später vielleicht etwas daraus zu machen. Mittlerweile wurde dieses Posting auch bei O’Reilly’s „4 short links“ verlinkt.
  8. Microsoft mag nicht wenn ihr kein Windows 10 mögt. Denn es ist ja zunächst mal kostenlos. Und kostenlose Sachen hat man gefälligst freudig anzunehmen. Um den Nutzern die Entscheidung zu erleichtern werden laut Lifehacker jetzt die Update-Pakete einfach mal via Windows-Update verteilt. Das wird natürlich diejenigen Nutzer freuen, die keine Datenflatrate haben sondern für ihr Datenvolumen noch bezahlen müssen (Hallo Schwesterherz in Südafrika). Denn die paar Gigabytes für die Updates auf Windows 10 dürften dann alles andere als „kostenlos“ für den Nutzer sein. Lifehacker hat im Artikel zum Glück auch eine Anleitung wie man diesen Download verhindern kann.

Schuldiger für Börsencrash gefunden

Die Tagesschau berichtet heute dass nun in China der Sündenbock Schuldige für den Börsencrash von neulich gefunden wurde. Der Mann heißt Wang Xiaolu und schreibt laut Tagesschau normalerweise wenig beachtetet Artikel im chinesischen Wirtschaftsmagazin „Caijing“. Doch im Juli hat er einen Artikel geschrieben indem er berichtete, die chinesische Regierung wolle Geld aus dem Aktienmartk abziehen. Daraufhin verloren die chinesischen Börsen 40%.

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