Augsburg und die Bombe

Meine Stadt hat zu Weihnachten eine kleine Sensation. Man hat diese Woche bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden, ein richtig dicker Brummer. Es handelt sich wohl um eine sogenannte Luftminie die im Krieg eingesetzt wurde um durch ihre Druckwelle Häuser abzudecken und Fensterscheiben zu zerstören, so daß die nachfolgende Landung Brandbomben ihr verheerende Werk tun kann. Die verheerendsten Luftangriffe auf Augsburg fanden in der Nacht vom 25. zum 26. Februar 1944 statt, 730 Menschen wurden getötet und 85.000 obdachlos. Und jetzt, 72 Jahre nach der Bombennacht müssen wir uns mit den HInterlassenschaften des Krieges auseinandersetzen.

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Exporteure des Todes

Heute lief die Meldung über die diversen Nachrichtenkanäle, dass Deutschland jetzt wieder auf Platz 3 der weltweiten Waffenexporte gerückt ist. Hauptabnehmer sind Saudi-Arabien, Ägypten, Algerien und Katar, also alles solide Staaten. Was dann auch erklärt, warum manche Zeitungsmeldungen das ganze unter dem Weichspül-Oberbegriff „Verteidigung“ veröffentlicht haben. Tatsächlich befindet sich Saudi-Arabien aber wohl im Krieg mit dem Jemen und auch die anderen Hauptkunden unserer Rüstungsindustrie werden das Kriegsgerät sicher nicht im Museuum ausstellen. Es ist aber unserer Regierung offensichtlich egal, streng nach dem Motto „wenn wir nicht liefern, dann tut es jemand anders“, denn der Bedarf an Waffen in diesen Krisenregionen scheint ungebremst zu sein. Und so haben wir nun Platz 3 in der Liste der größten Rüstungsexporteure erreicht, vor uns nur Russland und die USA. Etwas, worauf ich als Deutscher keineswegs stolz bin, denn auch wenn ich den letzten Weltkrieg nicht mitgemacht habe (die Gnade der späten Geburt) fühle ich dennoch eine gewisse Verantwortung zum Frieden der Welt gegenüber. Und Frieden schafft man nun mal nicht, indem man Waffen in Krisengebiete exportiert, das einzige was man damit schafft sind neue Fluchtbewegungen über die man sich dann aber bitteschön auch nicht echauffieren darf.

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Wird 2016 das Jahr des Terrors und des Krieges?

Leider startet das Jahr mit denkbar schlechten Nachrichten. Fangen wir mal hier in Bayern an. Da gab es zu Silvester eine Terrorwarnung was dazu führte, dass der Hauptbahnhof München und der Pasinger Bahnhof geräumt wurden. Angeblich gab es sehr konkrete Hinweise auf Anschläge durch Selbstmordattentäter. Die Hinweise kamen angeblich von einem befreundeten Geheimdienst.

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Auge um Auge, Zahn um Zahn

So in etwa scheint das „Programm“ von Hollande nach den Anschlägen von Paris zu lauten. Heute Nacht hat die französische Luftwaffe bereits Orte in Syrien bombardiert, ob sie dabei tatsächlich IS-Kämpfer erwischt haben ist fraglich. Zumal sich immer mehr die Erkenntnis durchsetzt, dass IS nicht so einfach weggebombt werden kann.

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Der Krieg hat Europa erreicht

Als ich gestern abend heimkam und ins Bett ging wollte ich nur kurz meine Timeline bei Twitter checken. Was dann folgte war der Horror schlechthin. Unter dem Hashtag #Paris oder #ParisAttacks konnte man mitverfolgen, wie der Terror über die Stadt an der Seine hereinbrach. Um halb eins ging ich dann schlafen, es war ein Schlaf voller Alpträume, wissend dass am Morgen die Nachrichtenlage nicht besser sein wird, sondern nur der Death-Toll gestiegen sein wird. Und auch heute hat mich diieser Terroranschlag den ganzen Tag im Gedanken beschäftigt. Gedanken, die ich mir jetzt mal von der Seele schreiben muss, es könnte lang werden und vielleicht auch ein wenig wirr, denn der Schock über die Ereignisse sitzt tief.

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Die Tötungsmaschinerie

Diese Woche hat The Intercept  „The Drone Papers“ veröffentlicht. Dort ist dokumentiert, wie die Tötungsmaschinerie der USA abläuft. Der sogenannte Krieg gegen den Terror läuft ja extrem asymetrisch ab und die USA töten fast täglich Unschuldige. Weiterlesen

Wieviel ist ein Menschenleben wert?

Vor 8 Tagen haben Bomber der USA in Kundus ein Hospital von Ärzte ohne Grenzen angegriffen, bei dem Angriff kamen 22 Menschen ums Leben. Heute nun berichtet unsere Lokalzeitung, dass man die Angehörigen der Opfer entschädigen möchte. Und ich stelle mir die Frage, wieviel so ein Menschenleben denn dem Imperium wohl wert ist.

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Der dritte Weltkrieg läuft bereits

In meinem Blog-Ordner habe ich noch einen Artikel vom Manager-Magazin der schon ein wenig älter ist. Es geht um den Abgas-Skandal bei VW und Erkenntnis, dass die Krise ein schwerer Rückschlag im globalen Wirtschaftskrieg ist.

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Informationen über die Situation in den Flüchtlings-Herkunfstsländern

Anita, die bei mir immer fleißig kommentiert hat gerade Probleme mit dem Absetzen von Kommentaren und mir daher das folgende per Mail geschick die ich hier einfach mal vollständig reinkopiere, denn es ist eine gute Übersicht wie es denn in der Heimat derer aussieht, die bei uns um Asyl anfragen. Weiterlesen

Die Links des Tages – 2015-09-11

Na ja, es sind eigentlich die gesammelten Links der ganzen Woche. Aber trotzdem hoffentlich interesssant.

  1. Jens Berger behandelt auf den NachDenkSeiten die Vorgehensweise der ungarischen Regierung in der Flüchtlingskrise und kommt zu dem Schluß, dass Orban sich durchaus an die EU-Gesetze hält. Also genau das was in Dublin vereinbart wurde, unter anderem auch auf Drängen von Deutschland das ja keine EU-Außengrenzen hat.
  2. Auch Tante Jay setzt sich mit den Flüchtlingen und dem Kampf gegen die Hasskommentare in den sozialen Netzen auseinander. Und sie hat, aus meiner Sicht vollkommen zurecht „Gemischte Gefühle„.
  3. Fefe vergleicht Syrien mit Afghanistan und berichtet über gute Gründe für das russische Engagement in Syrien.
  4. Heiner Flassbeck ist aus dem wohlverdienten Sommerurlaub zurück und rantet gleich mal gegen das G20-Finanzministertreffen in der Türkei.
  5. Die NachDenkSeiten beschäftigen sich mit der Affäre ums Bundeswehr Sturmgewehr G36 und kommen zu dem Schluß „Nichts ist so wie es scheint„. Man könnte fast zu dem Schluß kommen, dass das Verteidigungsministerium andere Interessen als nur die Landesverteidigung verfolgt.
  6. Heute erschien eine interessante Zuschrift bei den NachDenkSeiten die sich mit der neuen Euphorie zu „Refugeeswelcome“ in den Leitmedien äußert. Der Schreiber stellt fest, dass es fast so ist wie wenn ein Schalter umgelegt wurde, nach monatelanger Anti-Flüchtlings-Kampagnen in den Medien jubeln plötzlich alle wenn Flüchtlingszüge in Deutschland eintreffen. Das ist zwar schön, aber irgendwie nicht konsistent.
  7. Fefe hat heute auch ein sehr tiefschürfendes Blogposting ausgegraben das unter dem Motto steht „Data is not an asset, its a liability„. Und damit eben zur Datensparsamkeit aufruft statt jeden verwertbaren Datenfurz erst mal zu sammeln um später vielleicht etwas daraus zu machen. Mittlerweile wurde dieses Posting auch bei O’Reilly’s „4 short links“ verlinkt.
  8. Microsoft mag nicht wenn ihr kein Windows 10 mögt. Denn es ist ja zunächst mal kostenlos. Und kostenlose Sachen hat man gefälligst freudig anzunehmen. Um den Nutzern die Entscheidung zu erleichtern werden laut Lifehacker jetzt die Update-Pakete einfach mal via Windows-Update verteilt. Das wird natürlich diejenigen Nutzer freuen, die keine Datenflatrate haben sondern für ihr Datenvolumen noch bezahlen müssen (Hallo Schwesterherz in Südafrika). Denn die paar Gigabytes für die Updates auf Windows 10 dürften dann alles andere als „kostenlos“ für den Nutzer sein. Lifehacker hat im Artikel zum Glück auch eine Anleitung wie man diesen Download verhindern kann.