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Alle Jahre wieder…

kommt im Dezember nicht nur das Christkind sondern auch der Winterfahrplan der Bahn und die damit verbundene traditionelle Preiserhöhung. Dieses Jahr sollen die Fahrpreise um durchschnittlich 2,8 Prozent steigen.

Die Bahn begründet diese Fahrpreiserhöhung mit den steigenden Strompreisen. Allerdings finde ich es interessant, dass die Bahn sich gleichzeitig das hehere Ziel setzt, den Gewinn von 2,7 Milliarden Euro in diesem Jahr auf 4 Milliarden im Jahr 2017 zu steigern.

Da frage ich mich dann schon, ob der Bahnfahrer diesen Gewinn bringen soll. Die Leistung der Bahn sinkt ja seit man sich dem Privatisierungswahn hingibt ganz gewaltig und wenn man öfter mal auf Twitter unterwegs ist, dann kriegt man schon mit, welche Freude bei den Reisenden aufkommt wenn mal wieder das Chaos ausbricht weil eben wie zu dieser Jahreszeit üblich hin und wieder Schnee vom Himmel fällt.

In meiner Jugend gab es eine Bahn-Werbung nach dem Motto „Alle reden vom Wetter, wir nicht.“ Aber seit man die Bahn privatisiert und auf Gewinnmaximierung trimmt sinkt der Service eben massiv und es kommt zu Verspätungen und Zugausfällen.

Stuttgart 21, das deutlich teurer werden wird als ursprünglich geplant soll den Gewinn der Bahn übrigens nicht verhageln, bin mal gespannt, wer da wieder für die Mehrkosten aufkommen soll…

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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