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Festanstellung durch Leiharbeit

Der Heise-Newsticker hat heute einen Artikel der anschaulich belegt, was an der Story von „Leiharbeit ist das Sprungbrett zur Festanstellung“ dran ist. Nämlich nix. Selbst dann nicht, wenn es sich um einen ehemaligen Staatskonzern handelt. Auch hier wird den Leiharbeitern die Karotte an der Angelrute vor der Nase hingehalten bis man sie dann nach mehr als 10 Jahren in den Arbeitsmarkt freisetzt. Lustigerweise gibt es ein paar Newstickerartikel weiter wieder einen in dem die Bitkom über den Fachkräftemangel schwadroniert. Aber klar, es fehlt an Fachkräften die bereit sind ihre Fachkompetenz für einen Hungerlohn zu verkaufen. Oder auch an den 25-jährigen Studienabgängern mit mindestens 15 Jahren Berufserfahrung in der IT-Branche. Oh Deutschland, ich seh zappenduster für Dich.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

2 Kommentare

  1. Da ich mittlerweile die von den Unternehmen geforderten Ablösesummen kenne (die sogar für ungelernte Arbeiter horrend sind), wenn diese sich wagen auch nur darüber nachzudenken, einen Mitarbeiter aus der Zeitarbeit fest einzustellen….

    • Die Existenz dieser „Ablösesummen“ sind doch nur ein weiterer Beleg, wie pervertiert das System mittlerweile ist. Es zeigt deutlich, dass die Leiharbeiter einen Sklavenstatus haben und man sie durch horrende Ablösesummen vor „Abwerbung“ schützen muss. Was wäre denn, wenn ein Leiharbeiter bei seiner Leiharbeitsfirma kündigt und bei einem neuen Arbeitgeber (der vielleicht zufällig derjenige ist an den er vorher verliehen war) anfängt? Warum sollte hier eine „Ablösesumme“ fällig werden? Reden wir von Menschen oder Sklaven?