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Zwei Jahre auf 4 Drähten

Am Wochenende waren es zwei Jahre, dass ich meinen Bass habe. Damals habe ich das Ding einfach mal aus purer Neugier über eBay-Kleinanzeigen günstig gekauft um es auszuprobieren. Daraus ist eine sehr intensive Beziehung geworden.

Ich nehme ja keinen Unterricht für die Instrumente die ich habe sondern versuche mir das alles im Selbststudium zu erarbeiten. Und hier liegt mir der Bass eben unheimlich gut, denn irgendwie passt er immer noch perfekt zu meinen Wurstfingern und es vergeht kein Tag an dem ich nicht mindestens 10 Minuten damit übe. Mittlerweile habe ich auch schon am Bass rumgeschraubt und denke, dass ich jetzt das für meinen aktuellen Stand passende Setting erreicht habe.

Die erste Bass-Schule ist schon durchgearbeitet und zu Weihnachten gab es dann ja das Buch „Blues Bass“ mit vielen Beispielen und zusätlich auch noch „Music Theory for Bass Player“ von Ariane Cap. Das Blues-Buch ist mehr so für die täglichen Übungen gedacht, die sind zum Teil durchaus knifflig, vor allem wenn die Stücke vom Gefühl her erst mal ein zusammengewürfelter Notenhaufen sind.  Das Buch für die Musiktheorie hingegen zeigt sehr schön die theoretische Seite auf und wie man sich auf dem Griffbrett zurecht findet.

Klar, eine Karriere als Rockstar werde ich nicht machen. Das habe ich auch gar nicht vor, mir genügt es wenn ich jeden Tag ein wenig spielen kann und dabei alle Alltagssorgen ausblenden und den Streß vergessen kann. Und als positiven Nebeneffekt stelle ich fest, dass mein Gefühl für das Griffbrett sich jetzt auch auf die E-Gitarre überträgt, das läuft nach langem Stagnieren nun auch wieder sehr gut und so kommt zur Bass-Session meist auch eine Gitarren-Session dazu.

Und beim Bass merke ich, dass es nun langsam nicht nur das Spielen nach den vorgegebenen Noten ist, sondern ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich intuitiv plötzlich anfange „aus dem Bauch raus“ zu spielen. Es scheint so als würde ich dank der vielen Übung das Ding doch bald im Schlaf spielen können (ok, dafür ist es zu laut um dabei zu schlafen).

Es macht auf jeden Fall riesigen Spaß und ist mir auch nach 2 Jahren nicht langweilig. Ganz im Gegenteil, gerade letzte Woche als ich Urlaub hatte wurden die Übungssitzungen immer länger. Wenn ihr also auch vor der Entscheidung steht, ob ihr selbst ein Instrument spielen wollt kann ich nur sagen, macht das. Es ist weder verlorene Zeit noch sinnlos ausgegebenes Geld, denn es ist ein wunderbarer Ausgleich zum täglichen Wahnsinn der an uns zehrt.

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Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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