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Eigene Cloud

Heute ist es ja in, dass man seine Daten in „die Cloud“ speichert. Das Problem ist allerdings, dass man damit auch die Kontrolle über die Daten abgibt, denn sie liegen auf einem Computer über den man keine Kontrolle hat. Außer man baut sich seinen eigenen Cloud-Sever. Das habe ich getan.

Der „Server“ ist dabei der Raspberry Pi 4B den ich neulich mal besorgt habe. Der hat nun zum einen die Software für die Nextcloud installiert bekommen sowie eine externe Festplatte mit 1TB, also mein ganz persönlicher Cloud-Speicher. Der hat auch nur einmal in der Anschaffung ein paar Euro gekostet und kostet nicht monatlich wie bei den üblichen Cloud-Diensten. Das ganz sieht dann so aus (der Bleistift liegt da, damit ihr einen Anhaltspunkt habt, wie groß das Ding tatsächlich ist).

Raspberry Pi mit externer HD
Mein Cloudserver

Zur Einrichtung der Nextcloud bin ich dann nach dieser Anleitung vorgegangen. Damit hat man schon mal einen Ablageort für Dateien und ein kleines Online-Bilderalbum. Jeder Nutzer bekommt auch ein paar Beispieldateien „vorinstalliert“, hier seht ihr z.B. meine Fotos, wobei das Foto links oben genau das obige Bild ist, mit dem Smartphone aufgenommen und dann über die Nextcloud-App einfach unter Fotos abgelegt. Der Rest sind die „vorinstallierten“ Fotos zu Demo-Zwecken.

Screenshot
Screenshot Nextcloud Fotos

Außerdem habe ich eine SMB-Freigabe als „gemeinsamer Ordner“ in der Nextcloud eingerichtet. Das hat den Sinn, dass mein lokaler OfficeJet-Scanner nun die eingescannten Dokumente einfach in die Nextcloud schicken kann. Hier habe ich mich an dieser Anleitung orientiert, allerdings habe ich im Samba-Server den IPv6-Teil abgedreht, denn mein lokaler Fileshare hier muss nicht vom ganzen Internet zu sehen sein.

Die nächste Übung war dann das Einrichten von Kontakten. Auch hier vertrauen wir unsere Kontaktlisten einfach Google an weil es ja so bequem und man auf seinem Android-Telefon ja eh ein Google-Konto hat. Aber man kann auch in Nextcloud die Kontakte ablegen.

Screensht
Screenshot Nextcloud Kontakte

Diese Kontakte kann man über CardDAV synchronisieren, in meinem Thunderbird läuft hier das TB-Sync Add-on mit dem Provider für CalDAV & CardDAV. Das bedeutet, dass ich beim Schreiben einer Mail einfach auf die Mailadressen aus meiner Nextcloud zugreifen kann, weil diese dank TB-Sync mit dem Thunderbird-Adressbuch synchronisiert sind.

Für die Synchronisation mit dem Smartphone braucht man den DavX5 CalDAV/CardDAV-Client für 3,99 €. Damit wird im Smartphone ein eigenes Adressbuch angelegt das sich auch wieder mit der Nextcloud regelmäßig synchronisiert.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

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