Anatomiestudien

Erinnert Ihr Euch auch noch an die Schulzeit mit den lebensgroßen Skeletten und den Organen aus Plastik? Die moderne, computerunterstüzte Version davon gibt es hier. Und ich muss sagen, das ist wirklich beeindruckend.

Blender-Projekt Gartenhaus ist fertig

So, gerade eben habe ich mein Gartenhäuschen fertig modelliert. So sieht es aus:
gartenhaus
Links der eigentliche Schuppen mit 2 Schwingtüren. 3 Regalböden enthält er um dort Rasenmäher, Vertikutierer und sonstiges Zeugs zu verstauen. Die Regalböden reichen jedoch nicht über die ganze Breite um noch Platz für Rechen und andere Gartengeräte mit langen Stielen zu haben. Rechts ein Arbeitstisch zum Umtopfen von Pflanzen und ähnlichem der zudem einen Unterstand für die beiden Mülltonnen darstellt.

Der Schuppen wurde mit 60x60mm Kanthölzern und 40x60mm Kanthölzern modelliert. Die Wände sind aus Profilholz so wie es im Baumarkt angeboten wird. Die ganze Konstruktion ruht auf 6 einbetonierten Pfostenträgern. Die Wiese ist mit Blenders Partikelfunktion erzeugt worden.

Wenn das wetter wieder schöner ist werde ich mal ein Bild von der Ecke machen wo dieser Schuppen stehen könnte. Und wenn ich ihn in „echt“ aufbauen kann, dann werde ich davon natürlich auch Fotos hier reinstellen.

Insgesamt habe ich bei diesem kleinen Blenderprojekt schon recht viel gelernt und meine „Fingerfertigkeit“ im Umgang mit Blender hat sich auch signifikant verbessert.

3D-Geometrie Grundlagen

Heute habe ich wieder was gelernt. Das Ziel war in Blender ein U-Profil zu modellieren und dann die beiden Schenkel des „U“ mit Löchern zu versehen. Am Ende soll dann ein Pfostenträger rauskommen. Was mich anfangs zur Verzweiflung getrieben hat waren die Löcher.

Das U-Profil war schnell modelliert. Eine Fläche aufgezogen, diese dann mit „Extrude“ erhöht so daß man quasi ein Stück 3mm Blech hat. Das dann um jeweils 3 mm nach links und rechts extrudiert und diese Erweiterung wieder entsprechend nach oben und schon war das U-Profil fertig.

Die Löcher sollten theoretisch ganz einfach zu machen sein indem man einen Zylinder da reinplaziert und diesen vom U-Profil abzieht, mit dem boolschen Operator „Difference“. Das Ergebnis sah aber ganz anders aus as Löcher, im Gegenteil die Zylinder waren dann quasi fest montiert wie bei einem boolschen „Union“.

Ich habe dann das Problem auf ein simples Beispiel runtergebrochen und festgestellt, daß man Würfel (Objekttyp Cube) problemlos durchbohren kann, eine extrudierte Fläche sich aber seltsam verhält. Dieses seltsame Verhalten hat eine Ursache und die heißt Flächennormale. Diese Normale kann man sich mit einem Button in „More Mesh Tools“ auch anzeigen lassen und eigentlich sollte sie nach außen zeigen. Bei einem aufgezogneen Flächenobjekt zeigt sie aber evtl. nach innen und dann kommt es zu solch merkwürdigen Effekten. Zum Glück kann man das korrigieren indem man alle Vertices selektiert und die Flächennormale für jede Fläche so berechnen läßt dass sie nach außen zeigt. Dann klappt es auch problemlos mit der „Difference“. Hier hat sich dann aber gezeigt, daß der Difference-Modifier praktischer ist weil er keine neuen Objekte generiert sondern tatsächlich den Zylinder vom Profil „abzieht“. Nach Anwendung des Difference-Modifiers kann man dann den Zylinder wieder löschen und fertig ist das Loch.

Interessantes Detail. Bei einer Difference wähle ich zuerst das U-Profil und dann den Zylinder um am Ende mein „Differenzobjekt“ mit den Löchern zu erhalten. Beim Difference-Modifier weg wähle ich hingegen zuerste den Zylinder und dann das U-Profil von dem er abgezogen werden soll.

Wie dem auch sei, mit diesem elementaren „Aha-Erlebnis“ konnte ich meine Probleme beim „virtuellen Löcherbohren“ lösen und fühle mich schon fast als Blender-Experte. Ok, ich habe mal die Frage auch bei Blend.polis im Forum gepstet, aber da war mir die Lösung eigentlich schon klar. Trotzdem war die Antwort dort hilfreich weil sie mich eben auf den „Display Normals“-Button hingewiesen hat. Und wenn man die Normals in der Drahtgitter-Ansicht sieht, dann fällt es einem wie Schuppen aus den Haaren..

Erstes Projekt mit Blender

Heute habe ich mich mal wieder an Blender gewagt. Die neueste Version 2.46 habe ich mir neulich runtergezogen und damit funktionieren die Beispiele aus dem Blenderbuch sehr gut. Trotzdem hatte ich so meine liebe Not bis ich mein erstes Zwischenziel erreicht hatte.

Den größten Streß bereitete mir am Anfang das Zusammenbauen von Objekten. Ich hatte zwei schwarze Gummiräder modelliert und ziwischen denen eine Achse in Grau. Funktionierte problemlos, aber wenn ich dann „Join objects“ sagte, dann war die Achse auch schwarz. Es hat eine ganze Weile gedauert und dann habe ich dank des Outline-Windows gemerkt, dass der Achse ja noch gar kein Material zugewiesen war. Hat die Achse ein eigenes Material, dann bleibt das natürlich auch beim „Join“ erhalten. So einfach ist das wenn man es gleich richtig macht. 🙂

Die Lernkurve bei Blender ist jedenfalls sehr steil. Ich werde daher meine Bemühungen für dieses erste kleine Projekt genau dokumentieren und auch die Fallstricke erwähnen die mich relativ lange aufgehalten haben. Immerhin merke ich, dass manches nun schon flotter geht, aber bislang denke ich jedenfass noch nicht in Blender. Trotzdem macht es riesig Spaß und zur Entspannung spiele ich hin und wieder eine Runde „Holzburg“ aus dem Blenderbuch. Das Spiel macht riesig Spaß obwohl es relativ simpel gestrickt ist.

Blender Fortschritte

Die letzten beiden Tage habe ich wieder ein wenig mehr mit Blender gespielt und auch mal eine einfache Pfad-Animation laufen lassen. Das war recht interessant und hat auch gut geklappt. So langsam stellt sich ein gewisses „Feeling“ für die sehr ungewöhnliche Benutzeroberfläche ein und das Experimentieren macht richtig Spaß. Aber es wird noch einige Zeit vergehen bis ich sagen kann, ich wäre gut fit in Blender. Egal, es macht Spaß und erweitert den Horizont, was will man noch mehr.

Weihnachtsgeschenke – Das Blender-Buch

Zu Weihnachten bekam ich von meiner Frau „Das Blender-Buch“ und natürlich habe ich mich an den Feiertagen ein wenig damit beschäftigt. Meine Meinung über das Buch ist derzeit noch zweigeteilt, zum einen gibt es viele neue Einblicke in Blender, zum anderen ist es aber nicht so toll strukturiert, es gibt an vielen Stellen „Vorwärtsreferenzen“, also die Verwendung von Dingen die erst später im Buch erklärt werden.

Die erste Animation war auch relativ schnell erstellt, aber einige andere Beispiele habe ich bislang nicht auf die Reihe gebracht, das Buch bringt wohl erst in Verbindung mit der Online-Doku von Blender etwas. Manche Dinge hätten meiner Meinung nach ein wenig intensiver behandelt werden können und auch der Lektor hat etliche Typos übersehen.

raumer Immerhin habe ich dann vorhin mal ein wenig mit Blender rumgespielt und mri einen „Kugelraumer“ modelliert. Der ist zwar noch sehr rudimentär, aber als Testobjekt für die Bewältigung der steilen Lernkurve gut geeignet. So sieht der aktuelle Zwischenstand aus.

Einfach eine Plane mit Sternen im Hintergrund, darüber eine UV-Sphere als Kugelzelle, der Ringwulst ist ein Circle der in 15°-Segmenten modelliert wurde. Die Landestützen sind extrudierte Zylinder, die roten Geschützkuppeln sind Icospheres die mit einem Cone als Geschütz modelliert wurden. Wobei man letzteres in der geringen 320×200 Auflösung eh nicht sieht.