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Steuert Europa auf einen Krieg zu?

Wenn ich sehe, was derzeit in der Politik abläuft, dann wünsche ich mir ganz arg, dass sich das sprichwörtliche Sommerloch auftut und all diese kriegsgeilen Schmierfinken, die willfährigen politischen Marionetten die das tun was der große Bruder in Amerika bestimmt und letztendlich die Strippenzieher im Hintergrund verschlingt, damit endlich mal Ruhe einkehrt.

Mathias Brökers hat auf Telepolis sich mit der Lüge in Kriegszeiten beschäftigt und sehr deutliche Parallelen zwischen der Propagandamaschine vor dem ersten Weltkrieg und dem was aktuell in den Medien abläuft gezogen. Eine absolute Leseempfehlung für diesen Artikel, denn er zeigt auf, wie sehr wir manipuliert werden.

Der Spiegel hat sich diese Woche ja auch weit aus dem Fenster gelehnt und ist in den Sumpf der Bild-Zeitung gefallen. Den wohlverdiente Shitstorm den er nun abbekommt fertigt er mit weiteren Manipulationsversuchen ab, wie die NachDenkSeiten heute aufzeigen.

Mittlerweile hat die EU ja weitere Sanktionen gegen den Bösewicht Russland beschlossen. Dass dieser Schuss auch nach hinten losgehen kann zeigt Stefan L. Eichner auf Querschüsse heute, denn Russland hat ja nicht nur den Westen als Abnehmer, sondern auch diverse Handelsbeziehungen mit China und als BRICS-Staat will man ja eh gegen das Monopol des Petro-Dollar angehen.

Wenn ich dann noch mit fassungslosem Entsetzen sehe, was derzeit gerade in Gaza abläuft und sehe, dass diese Kriegsverbrechen wohl keinen unserer Politiker ernsthaft zu Sanktionen oder wenigstens den Forderungen nach Sanktionen motivieren, dann frage ich mich schon, ob man lieber weiterhin Russland mit Nadelstichen provoziert um irgendwann dann doch den gewünschten Krieg zu bekommen.

Das Problem ist nur, von den Leuten die ich in meinem persönlichen Umfeld kenne will keiner einen solchen Krieg. Denn es ist klar, dass der Kriegsschauplatz in diesem Krieg Europa sein wird. Ok, man kann einwenden dass bei genügender Eskalation die Russen auch mal Richtung USA mit Raketen schießen könnten, dann würde sich zeigen, wie gut der US-Raketenschutzschild tatsächlich funktioniert. Und sollte er funktionieren, dann dürfte Kanada den ganzen Raketenschrott abbekommen, denn die Einflugschneise von ICBMs aus Rußland führt über den Nordpol und Kanada.

Aber wahrscheinlich will man erst mal den Konflikt lokal begrenzen, und wenn Europa dabei in Trümmer geht, dann kann das den USA nur recht sein, denn dann dürfte der Euro an „Härte“ verlieren und der Dollar wieder ein wenig im Kurs steigen. Außerdem hätte man dann ja wieder jede Menge zum Wiederaufbauen und könnte so die Auftragsbücher der Bauindustrie füllen. Vielleicht ist das Lechzen nach Krieg ja nur aus der Verzweiflung einer am Boden zerstörten Real-Wirtschaft geboren die sich von den Spekulationsblasen der Finanzwirtschaft komplett abgehängt sieht und ums nackte Überleben kämpft.

Ein Krieg kann jedenfalls nicht die Lösung für das Problem sein. Auch wenn unsere Volksvertreter und Präsidentendarsteller das nicht verstehen wollen.

Autor: Rainer

Diplom-Informatiker, Baujahr 1961, Vater von 2 Kindern, Hundehalter, Sportschütze und Vereinsvorstand, Hobbymusiker (mit zweifelhaftem Erfolg), politisch interessiert, Leseratte, Freizeit-Philosoph und letztlich Blogger.

2 Kommentare

  1. Zitat: „Vielleicht ist das Lechzen nach Krieg ja nur aus der Verzweiflung einer am Boden zerstörten Real-Wirtschaft geboren die sich von den Spekulationsblasen der Finanzwirtschaft komplett abgehängt sieht und ums nackte Überleben kämpft.“

    und an der Unfähigkeit, ECHTE Entscheidungen zu treffen.

    Man stelle sich vor, die Politiker würden tatsächlich regieren und zu einer Entscheidung stehen. Die haben doch soviel Angst vor der Wirtschaft.

    Und die Ukraine ist derzeit ein „prima Spielplatz“. 🙄
    – Es gibt Ressourcen zu gewinnen.
    – Es gibt einen „klaren“ Feind.

    Dies ist im Gazakonflikt nicht wirklich der Fall. Denn wenn man hier Stellung beziehen würde, ob nun für die Israelis oder die Palästinenser, man würde nur den Zorn eine Bevölkerungsschicht auf sich ziehen, den man sich nicht leisten kann. Gegen Israel würde antisemitisch ausgelegt und gegen die Palästinenser und der Zorn der Moslems wäre einem sicher. Also hält man mal lieber die Klappe.

    Aber ein Politiker sagte diese Woche im Morgenmagazin, dass die Menschen sich nach dem Sommerloch sehen würden, um endlich zur Ruhe zu kommen. Ich glaube aber eher, dass er sich nach dem Sommerloch sehnt, damit er keine Statements zu irgendwas mehr abgeben muss.

    In einer Familie haben die Eltern selten wirklich Urlaub, das geht immer über 7/24, Auszeiten nur in Ruhephasen. Unsere Politiker haben irgendwie kalkulierte Ruhephasen, egal ob „der Baum brennt“ oder nicht.

  2. Pingback: Links #4 | bullenscheisse