Virtueller Elektroschrott

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt bin ich nebenbei der Vorstand eines Vereins. Vom Dachverband haben wir ein Mitgliederveraltungsprogramm aufs Aug gedrückt bekommen, das Windows erfordert. Und das mir, dem OpenSource-Fan. Egal, ich habe mir dafür eben eine Virtuelle Maschine in KVM auf meinem Linux-System mit Windows 7 eingerichtet, für die paar mal Vereinsarbeit tut es das, auch wenn beim Start immer die Warnung kommt, dass die Windows 7 Version nicht mehr unterstüzt wird. Neulich habe ich dann mal mein Linux-System aktualisiert.

Dieses Update auf openSUSE Leap 15.3 war lange geplant und jetzt im Weihnachtsurlaub habe ich es endlich gemacht und dabei meinem Rechner auch gleich eine SSD für das Betriebssystem spendiert. Und ja, das merkt man deutlich, das Booten geht jetzt viel schneller.

Zurück zu unserer virtuellen Maschine. Die Idee dahinter ist ja, dass man nicht mehr von irgend einer Hardware abhängig ist sondern ein „virtuelles System“ hat, sprich das Plattenimage sollte überall laufen. Soweit zur Theorie.

Tatsächlich musste ich feststellen, dass mit der neuen Version meines Betriebssystems der Start des virtuellen Windows sozusagen in den Startlöchern versackt ist. Blue Screens und nur den Screen zur Datenträger-Reparatur, was natürlich nicht funktioniert hat. Also mal gucken woran es klemmt und versucht die gesicherten Einstellungen vom vorherigen System auf das neue zu übertragen.

Tja, und das war dann der Moment in dem ich merkte, dass das neue QEMU keine virtuellen IDE-Platten mehr unterstützt. Und ratet mal auf welche Art von Platte das virtuelle Windows 7 installiert war..? Richtig, IDE. Da stand ich also nun mit meiner virtuellen IDE-Platte vor einer neuen virtuellen Hardware die nur noch SATA und SCSI-Steckplätze hatte.

Ok, Zeit Windows 7 endgültig in die Tonne zu treten, denn wenn ich schon eine neues virtuelles Windows installieren muss, dann kann ich auch gleich Windows 10 nehmen. Also mal einen günstigen Lizenz-Key bei Amazon geholt und jetzt läuft hier die Vereinsverwaltung auf einem virtuellen Windows 10 Professional. Nach der Installation einer ebenso virtuellen Bridge kann die auch direkt ohne NAT auf mein Hausnetz zugreifen und Drucker und NAS-Laufwerke erreichen. Tut also erst mal für die Vereinsarbeit.

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