Artec T1 – „Und sie dreht sich doch“

Es war eine schwere Geburt mit einigen Hindernissen, aber letztlich ist es geschafft. Ich sehe gerade auf dem zweiten Monitor in einem Kplayer-Fenster das DVB-T.

Die erste Hürde war, daß die Box beim Einstecken rein gar nix tun wollte. Nicht mal die grüne LED für „Betrieb“ war an. dmesg brauchte auch nicht viel Infos. Ich habe dann relativ erfolglos mit den beiden Firmwareständen rumgespielt die ich bei LinuxTV runterladen kann, aber das brachte erst mal nix.

Nächster Versuch. Ich habe gezielt nach der USB-ID gesucht. Da fand ich dann eine französsche Webseite die zumindest aufzeigte, daß man das modul „usbtest“ in /etc/modprobe.d/blacklist auf die Blacklist setzen muß. Nachdem ich das getan hatte war der erste Erfolg da. Statt nicht viel zu sagen sah ich bei dmesg nun, daß die Firmware für das Ding nicht gefunden wird. Für die Box brauche ich nämlich die Firmware dvb-usb-dibusb-an2235-01.fw und die gab es nicht mehr bei LinuxTV zum download. Google sei dank fand ich eine Quelle wo ich das Ding runterladen konnte. Die Firmware dann in /usr/lib/hotplug/firmware abgelegt und der zweite Erfolg: Beim Anstöpseln der Box ging nun die Grüne LED an und das war schon mal die halbe Miete.

Auch Kaffeeine akzeptierte nun, daß die Box da ist. Aber der Scan nach Kanälen hat nix gebracht. Also wieder Google angeworfen. Da kam dann raus, daß der 2.6.18er-Kernel wirklich nicht das Gelbe vom Ei war, genau dieser Kernel hat Probleme beim Scan der Kanäle. Also habe ich mit dem 2.6.22-3 von backports.org weitergemacht. Das bedeutete zwar, mal schnell den nVidia-Treiber neu zu bauen, aber ok, man gönnt sich ja sonst nix.

Dann mit dem neuen Kernel, sah es besser aus. Beim Scan in Kaffeeine ging die Blaue Led für das Tuning immerhin sporadisch an, aber das führte trotzdem nicht zum Erfolg. Also habe ich mal ein wenig weitergesucht und bin dann auf ein tool names w_scan gestoßen. Damit war dann zumindest mal klar, daß die empfangbaren Stationen tatsächlich gefunden werden.

Dann habe ich mal gegooglet und eine Initiale Datei für scan gefunden:

# DVB-T Augsburg
# T freq bw fec_hi fec_lo mod transmission-mode guard-interval hierarchy
T 506000000 8MHz 2/3 NONE QAM16 8k 1/4 NONE # BR
T 594000000 8MHz 2/3 NONE QAM16 8k 1/4 NONE # ARD
T 658000000 8MHz 2/3 NONE QAM16 8k 1/4 NONE # ZDF

Damit ging dann auch ein scan um daraus eine channels.conf zu erzeugen.
Weiter ging es mit einer Webseite die mir dann zeigte, wie man diese channels.conf für mplayer weiterverwendet (einfach ins ~./mplayer kopieren) und schon kann man mit mplayer oder kplayer Fernseh gucken.

Kaffeine weigert sich immer noch automatisch die Stationen zu finden, aber ich habe Hoffnung, daß es beser wird wenn ich alle Stationen aus der Channels-Conf manuell erfasse.

Fazit: Es ist geschafft, ich kann mit der Artec T1 USB Box auf meinem nun etwas modifizierten Debian Etch fernsehen.

DVB-T mit Linux und Artec T1 – es klappt nicht

Heute habe ich mir im Werksverkauf eine DVB-T Box von Artec mitgenommen. Laut LinuxTV soll die eigentlich unter Linux laufen, aber ich habe es bislang nicht gebacken bekommen. Mein 2.6.18-Kernel unter Debian lädt zwar ein paar Treiber, aber irgendwie klappt die Sache dann doch nicht.

Ich denke, das ganze hat einige Ursachen:

Der Debian-Kernel 2.6.18 scheint sozusagen der ultimative „Griff ins Klo“ zu sein. Als ich neulich mit dem Wacom-Tablet rumexperimentiert habe mußte ich auch ein Kernel-Modul neu übersetzen und jetzt bei den Problemen mit der DVB-T Box findet Google auch einige Hinweise, daß der Kernel hier wohl ein paar Bugs hat.

Mit Google findet man diverse Anleitungen und Blogs, aber das ganze funktioniert nicht und ist eigentlich in sich inkonsistent. Das fängt schon mit dem Wiki bei LinuxTV an und endet bei diversen Beschreibungen die zwar irgendwann mal funktioniert zu haben scheinen, aber die jetzt an diversen Widrigkeiten scheitern.

Es fehlt einfach eine Doku, die die notwendigen Treiber und Kernelmodule ein wenig abstrakt beschreibt. Also etwas, woraus ich ersehen kann, welche Treiber der DVB-T „Stack“ braucht, was diese Treiber tun und wo ich vielleicht ansetzen kann, wenn es nicht klappt. Aktuell kann ch ja nicht mal sagen, ob es an der Device-ID liegt, oder ob die Firmware falsch ist, oder im falschen Verzeichnis usw. Das „Nachahmen“ von Anleitungen die relativ oberflächlich gestrickt sind hilft hier nicht weiter, sinnvoller wäre eine Doku die einem die Struktur erschließt, so daß man Ansatzpunkte zur Fehlersuche hat wenn es mal nicht klappt.

    Bei Cristina am PC unter Windows-XP läuft das Ding übrigens recht gut. Mit der mitgelieferten Zimmerantenne kann man 11 Stationen empfangen, das ist zwar wenig im Vergleich zu unserer Sat-Schüssel, aber trotzdem nicht schlecht. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, da waren drei Fernsehprogramme schon Luxus.

    Irgendwann werde ich wohl nochmal einen Versuch starten, aber erst dann, wenn ich verstanden habe, wie es eigentlich laufen soll.

    Wacom Volito2 Tablett läuft

    Neulich habe ich mir auf ebay ein Wacom Volito 2 Graphiktablett ersteigert. Das kam letztes Wochende und mußte ein wenig überredet werden um zu funktionieren. Es wurde zwar sofort beim Einstecken am USB-Hub erkannt, aber Tools wie „wacdump“ wollten partout keine Koordinaten rausrücken und in X ging es ebensowenig.

    Also habe ich ein wenig im Internet gesucht und relativ schnell Hinweise gefunden, daß der von Debian/Etch verwendete 2.6.18-Kernel genau Probleme der Art macht wie ich sie hatte. Also war der nächste logische Schritt auf der Webseite des Linuxwacom-Projektes den Source für den neuen Treiber zu holen, denn das was es bei Etch als Paket „wacom-kernel-source “ gibt deckt leider nur bis Kernel 2.6.17 die Kernel ab.

    Mit Hilfe einiger HowTos aus dem Netz gelang es mir dann, ein neues wacom-Kernelmodul zu übersetzen und dieses liefert dann auch alle Informationen die wacdump oder der X-Treiber haben will.

    Beim Rumspielen mit dem Tablet habe ich mich dann entschieden, entgegen der gängigen Praxis den drei Devices „cursor“, „eraser“ & „stylus“ in der xorg.conf beim Serverlayout keine „SendCoreEvents“ mitzugeben. Damit ist das Tablett nun zwar nicht als Mausersatz nutzbar, dafür bietet mir aber der GIMP an, das Tablett als XInput-Gerät zu nutzen und damit die Fläche des Tabletts auf das aktuelle Bildbearbeitungsfenster zu mappen. Das erscheint mir sinnvoller als meinen Dual-Screen-X-Server der noch dazu unterschiedliche Auflösungen auf beiden Montioren hat mit dem Tablet zu nutzen.

    Das Ergebnis ist toll und kann sich sehen lassen:
    volito2-funktioniert

    Dieser Text wurde gerade mal schnell im Gimp erstellt. Besonders schön ist das Tablett für die Nachbearbeitung von Fotos nutzbar. Da wo man mit der Maus nicht so toll Bereiche „freihand“ auswählen kann klappt das mit dem Tablett tadellos. Rote Augen sind nullkommanix markiert und wegretuschiert.

    Update 20. Januar 2008: Mit dem Umstieg auf den 2.6.22-Kernel von backports.org funktiooniert das Volito-2 Tablet sozusagen „out-of-the-box“. Eine manuelle Übersetzung des linuxwacom-Treibers ist nicht notwendig.

    Scanner, OCR und Netzwerk

    Cristina hatte am Wochenende wieder ihren VHS-Kurs in München. Als Hausaufgabe kamen dann einige Blätter mit, die sie gerne eingescannt haben will und natürlich mit OCR in ein passendes Format umgewandelt haben will.
    Da mein Rechner an dem der Scanner hängt immer noch mit Sarge läuft und ich aktuell auch keine Zeit habe, ihn umzustellen habe ich mal schnell einen Ausweichweg beschritten. Als erstes wurde der Scanner mit SANE ins Netzwerk integriert. Dann ging es auf Nathan, den Rechner von Anna der ja schon Etch hat.

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    Linux gegen Windows

    In der letzten Woche habe für Cristina einen neuen Rechner zusammengeschraubt.

    • Intel i945G Chipsatz
    • 1 GB RAM
    • Pentium 4 CPU mit 2,8 GHz und Hyperthreading
    • 2 x 80 GB SATA Festplatten
    • nVidia GeForce 6200 Graphikkarte im PCI-E Slot
    • Broadcom LAN-Karte onboard
    • NEC DVD-Brenner

    Da Cristina gerne Windows-Spiele spielt war ein „Pflicht-Betriebssystem“ Windows XP Home (italienisch), auf der zweiten Platte  habe ich mir erlaubt Debian 4.0 zu installieren, sozusagen als Einstiegsdroge.

    Hier meine Erfahrungen bei der Installation der beiden Betriebssysteme:

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